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Hotel und Wohnen an der Spree
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Hotel und Wohnen an der Spree, Berlin Treptow-Köpenik
Wettbewerb 1. Preis 2012
Baubeginn: 2013
Größe: Hotel 12,000 qm, Wohnen 27,000 qm, Unterirdisch ca. 20,000 qm
Bauherr: Agromex GmbH & Co. KG
Architekt: Pysall Architekten
Projektteam: Justus Pysall, Byoung Gil Jung, Alicja Kepka-Guerrero
Tragwerksplanung: EiSat GmbH, Berlin
Haustechnik: GTB, Berlin



Auf einem rund 7.000 m² großen Grundstück zwischen den Projektentwicklungen Treptower und TwinTowers realisiert die Agromex GmbH & Co. KG eine Wohn- und Hotelnutzung mit einer Geschossfläche von rund 39.000 m². Nach den Entwürfen von Pysall Architekten, die im Juni 2012 als Sieger aus einem internationalen Architekturwettbewerb hervorgegangenen sind, entstehen drei solitäre Neubauten, die die bestehende Bebauung komplettieren und eine Weiterentwicklung der vorhandenen städtebaulichen Strukturen bilden.

Die Minimierung der Grundfläche der Bebauung auf drei Punkthochhäuser mit einem sockelartigen Unterbau ermöglicht einerseits hohe Wohn- und Aufenthaltsqualitäten für die Neubauten, andererseits wird sichergestellt, dass die Qualitäten der bestehenden Wohnbebauung durch vielfältige Weit- und Durchblicke sowie Bezüge zur Spree erhalten bleiben. Die Häuser sind so ausgerichtet, dass ihr Schattenschlag auf die Spree fällt und die Nachbarbebauung somit nicht beeinträchtigt wird.

Das Zentrum des Quartiers bildet ein 3.000 m² großer Bürgerpark. Er ist öffentlich zugänglich und schafft mit Spielflächen und Ruhezonen ausgestattet eine hohe Aufenthaltsqualität. Sein Grün überdeckt die geplanten Ladeneinheiten, die für eine belebende Nutzungsmischung des Quartiers sorgen. Zudem ist der Bürgerpark über großzügige Durchwegungen direkt mit dem Spreeuferweg verbunden, der unter Inanspruchnahme des Grundstücks von 6,0 auf 10,5 m verbreitert wird.

Ergänzt wird das innerstädtische Projekt durch eine zum Teil mit Tageslicht belichtete Tiefgarage mit 300 Fahrrad- und 400 PKW-Stellplätzen, die mit einer Erschließung über die westliche Fanny-Zobel-Straße den Verkehr aus dem gesamten Quartier heraushält.

Hotel

Freistehend, jedoch typologisch durch seine Höhe mit den TwinTowers vernetzt, kommen dem Hotelneubau mit einer Höhe von 63,5 m vielfältige Außenraumqualitäten zugute. Der Vorplatz, der Empfang und ein Bistro profitieren neben dem freien Spreeblick von dem direkten Bezug zum Spreeplatz sowie zum Bürgerpark und dessen Verweilqualitäten.

Die Hotelzimmeretagen bieten eine einfache Orientierung durch kurze Flure mit Sicht- und Lichtbeziehung nach außen. Die Gästezimmer sind gen Süden mit Blick über das Grün des Quartiers und des Bezirks oder mit Blick über die Spree orientiert. Die klare Typologie der Hotelgrundrisse ermöglicht, späteren Betreiberwünschen nachzukommen. Das Hotel wird abgerundet durch einen Konferenz- und Veranstaltungsbereich sowie durch ein Restaurant im obersten Geschoss des Gebäudes, das für die Öffentlichkeit zugänglich und mit einem eigenen Aufzug erschlossen ist. Mit einer lichten Höhe von ca. 4,5m, einer großzügigen Verglasung und einem freien Blick über die Spree und Berlin entsteht ein beeindruckendes Raumerlebnis.

Eine Fassade aus variierenden opaken und transparenten Flächen mit einer dezenten Farbigkeit nimmt dem Gebäude die Monotonie der typischen Lochfassaden von Hotelzimmern und lässt einen signifikanten, sich im Wasser der Spree spiegelnden Kristall entstehen. Insgesamt umfasst der Hotelneubau eine Geschossfläche von 12.000 m² sowie rund 200 Zimmer. Die Kategorie des Hotels wird in Absprache mit dem späteren Betreiber festgelegt.

Wohnen

Zwei Wohntürme führen mit 99 bzw. 110 m die Höhenlinie der umliegenden Uferbebauung fort. Diese Höhenerschließung ermöglicht schlanke Silhouetten, die großzügige Blickbeziehung zur Spree von der benachbarten Wohnbebauung aus sicherstellen. Die rund 200 Wohneinheiten der beiden Türme werden jeweils über die natürlich belichtete, großzügige Etagenlobby erschlossen. Eltern steht im Untergeschoss ein ebenfalls natürlich belichteter Raum mit großer Übersichtlichkeit zum Abstellen von Kinderwagen zur Verfügung.

Die Typologie der Wohntürme lässt eine Vielzahl von unterschiedlichen Wohnungsgrundrissen und -größen zu, die sich mindestens in zwei Himmelsrichtungen orientieren. Die Wohnungen sind mit einem offenen Wohnbereich als Zentrum des Wohnens mit Schalträumen wie Esszimmer, Wohnküche oder Arbeits- bzw. Kinderzimmer konzipiert, lassen sich aber auch klassisch in Einzelräume aufteilen. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon oder Wintergarten sowie über ein außenliegendes Bad mit natürlicher Belichtung und Belüftung.

Die Fassade in den Balkonbereichen wird als raumhohe Festverglasung oder mit Glasschiebeelementen ausgeführt. Die Brüstungsbereiche werden aus Sicherheits- und Brandschutzgründen bis zu einer Höhe von 80 cm als Festpaneel erstellt und mit einem zusätzlichen Handlauf versehen.

Nachhaltigkeit

Das Konzept für die Entwicklung des Projektes ist ganzheitlich gedacht und geplant. Bereits die grundsätzlichen städtebaulichen Entscheidungen beinhalten den nachhaltigen Umgang mit öffentlichen Gütern und berücksichtigen nicht nur den ressourcenschonenden Bau und Betrieb der Neubauten, sondern stellen sich der Verantwortung, den Parametern des Ortes umfassend zu entsprechen.

Die Fassaden der drei Türme werden mit einer Hochwärmedämmung realisiert, sodass nur ein geringer Bedarf an Wärme- und Kühlenergie besteht. Trotz moderner Klimatechnik mit Zu- und Abluftsystem ist eine natürliche Lüftung über Fenster bzw. eine windkraftsichere Schlitzlüftung in den Obergeschossen möglich. Ein effektiver Sonnenschutz wird durch auskragende Balkone bzw. Sonnenschutz- und Wärmeschutzverglasung sichergestellt. Die raumhohe Verglasung sorgt für eine größtmögliche natürliche Belichtung der Wohnungen bis in die Tiefe und somit für die Reduzierung der Beleuchtungsenergie. Gleichzeitig wird durch ein optimiertes Verhältnis von transparenten und opaken Fassadenflächen eine Minimierung des sommerlichen Wärmeeintrags und notwendiger Kühlenergie sichergestellt. Über umschaltbare Kältemaschinen und Wärmepumpen erfolgt aus Geothermie eine Baukernaktivierung. Mittels Rohrschlangen in den Gründungspfählen der Türme sowie der Bodenplatte der Tiefgarage wird dem Grundwasser im Winter entzogene und im Sommer wieder zugeführte thermische Energie zur gleichbleibenden Temperierung der Stahlbetontragkonstruktion genutzt. Hierdurch kommt das Projekt dem durch das EEWärmeG Entwurf 2011 geforderten Anteil von erneuerbaren Energien am Wärme- und Kälteenergiebedarf eines Gebäudes nach.

Die Auswahl der verwendeten Baumaterialien erfolgt unter Gesichtspunkten der ökologischen Nachhaltigkeit über den Gesamtlebenszyklus. Dies umfasst sowohl Herstellung und Transport als auch Einbau, Nutzung und Recyclebarkeit von Materialien und Produkten.
Einkaufszentrum Hannover
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Altwarmbüchen Arkaden, Hannover
Wettbewerb 4. Preis 2011
Größe: 32,000 qm
Baukosten: 1 Mio. €
Bauherr: Krieger Objekt Altwarmbüchen GmbH & Co. KG
Architekt: Pysall Architekten
Projektteam: Justus Pysall, Byoung Gil Jung
Wettbewerb: 2011




Historische und moderne Arkaden sind die schönsten Orte zum Flanieren, Pausieren und Shoppen. Sie sind Orte höchster urbaner Qualität.

Sie sind Orte, in denen Flair, Geschäftigkeit und Leben ständig wechseln – im Tagesrhythmus von den frühen Gästen der Croissanterie bis zum hektischen Treiben der Einkaufenden am Nachmittag – im Wochenrhythmus von täglichem Einerlei bis zum freitäglichen Frischemarkt und Flohmarkt an jedem 2. Sonntag - im Wechsel der Jahreszeiten von frischen Frühlingsfarben bis hin zum Weihnachtsmarkt mit kleinen Ständen im Schutze der Arkaden geschmückt in festlicher Dekoration und Beleuchtung.
Mit unserem Konzept – den „Altwarmbüchen Arkaden“ wird das Isernhagener Einkaufszentrum um diese Qualitäten bereichert. Und damit nicht genug, auch die vorgelagerte Parkplatzfläche soll durch bunte Markierungen zu festgelegten Zeiten als Fläche für Wochenmarkt, Flohmarkt und Spiel- und Sportfläche genutzt werden und das Einkaufszentrum mit dem urbanen Leben von Isernhagen aktiv vernetzen.

Wie ein Schleier wird das Gebäude mit weißem Streckmetall auf einer leichten Stahlkonstruktion umhüllt. Im Bereich der Arkaden umschließt die Konstruktion zusätzlich den 5 m vor die Fassade verlegten Fluchtweg. Zweierlei wird hierdurch erzielt, erstens eine durchgängige Schaufensterfront im Bereich der Fassade, da die Fluchttreppen nicht mehr die wertvolle Fensterfront unterbrechen, und zweitens eine zweite Streckmetallebene, die den Innenraum zur Arkade abschließt und nach außen den Effekt des Schleiers vielfältig wie folgt unterstützt.
Werbeträger werden auf die äußere sowie auf die innere Hülle positioniert. Bei Tage sind die äußeren Werbeembleme augenfällig sichtbar, die inneren jedoch nur schemenhaft.
Bei Nacht jedoch leuchten die äußeren Werbeträger mittels LED-Technik und die inneren werden mittels dimmbaren Strahlern erleuchtet – mal sollen sie stärker, mal schwächer angestrahlt werden, so dass eine ständig wechselnde Erscheinung des Gebäudes entsteht. Alles in sehr langsamen Zyklen, unmerklich bei einmaligem Hinsehen – jedoch überraschend bei jedem Besuch und ganz sicherlich vorteilhaft für die Wahrnehmung der Werbeträger.

Die Beleuchtung der Arkade selbst erfolgt tagsüber durch diffuses weißes Licht, gebrochen und gefiltert durch den weißtransluzenten Dachabschluss und in attraktive Muster und Schatten verwandelt durch das Streckmetall. Die Assoziation an das Schattenspiel fernöstlicher Straßenmärkte ist hierbei durchaus gewollt.
Des Nachts erfolgt die Grundbeleuchtung durch indirektes Licht über Langfeldleuchten in der Konstruktion – ein ähnlicher Effekt wie am Tage entsteht.
Zusätzlich erhellen große Kugeln die Arkaden – durch LED-Technik mal kühlweiß – frisch hellblau oder weihnachtlich rot gedimmt tauchen sie die Arkade in besondere und abwechslungsreiche Atmosphären.
Muzeum Lotnictwa
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Museum für Luftfahrt und Aviationpark in Krakau, Polen
Wettbewerb 1. Preis 2005
Fertigstellung: 2010
Größe: Museum 4.504 qm Aviationpark 6,14 ha
Baukosten: 13 Mio. €
Bauherr: Muzeum Lotnictwa Polskiego
Architekt: Pysall . Ruge Architekten mit Bartlomiej Kisielewski
Projektteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski
Tragwerksplanung: Arup International, Krakau, Polen
Haustechnik: Arup International, Krakau, Polen
Landschaftsplanung: St raum A, Berlin, Deutschland




Die Idee des Fliegens, der Geist des Ortes, die Strukturen der historischen Flugplatzanlage – der Neubau des Museums greift die gedanklichen Bezüge auf und verdichtet sie in einem expressiven Bauwerk. Die alten Hangars lieferten das Modulmaß für die quadratische Grundplatte und die Höhe, eingeschnitten und gefalzt wie bei einem Windrad oder Propeller entsteht eine subtile, ihre Funktion zum Ausdruck bringende Gebäudeskulptur.
Stadtmuseum Kassel
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Umbau und Erweiterung des Stadtmuseums von Kassel, Deutschland
Internationaler Realisierungswettbewerb 2009
Größe: NF 1.950 qm
Baukosten: 4 Mio. €
Bauherr: documenta-Stadt Kassel
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Projektteam: Justus Pysall, Byoung Gil Jung



Die Erweiterung für die historischen Schätze der Stadt Kassel ist ein einfaches Volumen
- eine treasure box - es schmiegt sich an den Altbau an, lässt seine Substanz größtmöglich bestehen und bildet mit ihm eine funktionale Einheit.
LTD-1
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Pysall Architekten: Projekt LTD, Bild Nr.13
Bürohaus für Mieter der Gesundheitsvorsorge, Hamburg
Wettbewerb 1. Preis 2003
Fertigstellung: 2007
Größe: BGF 26.643 qm
Baukosten: 22 Mio. €
Bauherr: L.T.D. Lübeckertordamm Entwicklungs-GmbH, München
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Tragwerksplanung: LHT Bauingenieure GmbH, Berlin
Haustechnik: Reese Beratende Ingenieure VDI, Hamburg
Landschaftsplanung: Lichtenstein Landschaftsarchitekten, Hamburg



Im Rahmen der Revitalisierung des Stadtteils Hamburg St. Georg ist auf einer Teilfläche des Krankenhauses Hamburg St. Georg ein Ensemble aus Wohnbauten und einem Verwaltungsbau entstanden.

In logischer Folge sind die Kliniktrakte durch die neuen Wohnungsbauten fortgesetzt. Sie umfangen einen großzügigen, lärmgeschützten Innenhof, der den Bewohnern und den Mitarbeitern des Bürozentrums gleichermaßen zur Verfügung steht.

Den Kopf der Bebauung bildet das neue Bürogebäude. Durch die Figuration des aus vier bumerangförmigen Bauteilen zusammengesetzten Bauwerks ergeben sich wie selbstverständlich eine repräsentative Eingangssituation, ein Innenhof und eine Durchwegung bis in den rückwärtigen, begrünten Wohnhof sowie direkte Sonnenbelichtung und ein ungehinderter Weitblick für jedes Büro.

Das Gebäude ist als nachhaltiges, Ressourcen schonendes Haus geplant und gebaut. Der Baukörper ist komprimiert und flächenoptimiert. Zwei innen liegende Kerne erlauben eine flexible Nutzung und einfache Anpassung an zukünftige Nutzungserfordernisse. Die Baumaterialien sind mit Blauer Engel-Zertifizierung ökologisch unbedenklich. Der Primärenergiebedarf ist durch eine hoch wärmegedämmte Außenhülle, natürliche Lüftung (Doppelfassade), den Einsatz hocheffizienter Gebäudetechnik, Niedrigenergieheizung und Betonkernaktivierung sowie ein energieoptimiertes Beleuchtungskonzept minimiert.

Sprengel Museum Hannover
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Museum für zeitgenössische Kunst – Erweiterungsbau, Hannover
Internationaler Realisierungswettbewerb 2009
Größe: NF 4.378 qm
Baukosten: 25 Mio. €
Bauherr: Landeshauptstadt Hannover, Deutschland
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Projektteam: Justus Pysall, Byoung Gil Jung, Sebastian Gade, Alicija Kepka



Entwickelt aus der Sachlogik innerer und äußerer Bezüge ist der Neubau als selbstständiger Baukörper entworfen.
Mit dem Skulpturenpatio findet die Flanierebene vom Haupteingang kommend einen adäquaten Endpunkt und Wegeführung in das neue Placement. Vom Rudolf-von-Benningsen-Ufer und „Auf dem Emerberge“ kommend fügt sich der Neubau in den städtebaulichen Kontext in Volumen und Höhenentwicklung ein. Zu den Wohngärten wahrt das Museum die Grenzabstände und übersetzt die Kleinteiligkeit der Häuser in eine filigrane Fassade. Die Programmelemente bilden die Körper unterschiedlicher Materialität und Transparenz. Weißer geschliffener Beton mit einem hohen Anteil von weißen Fluss- und Glaskieseln bildet die leicht schimmernde Materialität der Sammlung und des Depots.
Von weiß bis zur absoluten Transparenz in unterschiedlichen Graden der Durchlässigkeit erhalten die Kubaturen funktionales Licht, beleuchtete Wege, Ausblicke auf den Maschsee und in den Garten. Die transparenten Flächen offenbaren den Maßstab in der Ästhetik der Abstraktion. So treten die geschlossenen Kubaturen und diaphanen Effekte aus variierendem Weiß in einen Dialog mit der schlichten, hellen Metallpanelfassade des Bestandbaus.
Die interne Organisation folgt der funktionalen Aufgabenstellung in klarer Raumgliederung und Trennung der Besucher und Museumspersonalbereiche. Die Verbindung von Bestands- zum Neubau ist für den Besucher als kurzweiliger Weg mit Pausenbereich , Museumsshop sowie Café und Infotresen versehen. Schnell orientierbar durch direkte Blickbeziehung erfolgt die Verteilung vom Placement in die Sammlung Schwitters, die Fotosammlung und Wechselausstellung im 1.OG. Die Wegeführung im Placement lässt gleichzeitig den Museums- und Veranstaltungsbetrieb zu. Die Anlieferung für Küche und Catering erfolgt kreuzungsfrei vom Museumshof. Die Vielfältigkeit künstlerischer Arbeiten, Exponaten und Austellungsszenographien nachkommend ist die Wechselausstellung als frei unterteilbarer Single Space White Cube entworfen. Dies kommt dem Anspruch zukunftsfähiger Flexibilität und den international immer größer werdenden Objekten, Bildern und Skulpturen nach.
Die Beleuchtung erfolgt durch eine homogene Diffuslichtdecke als Teil des Niedrigenergiekonzepts. Neben der Decke sorgen strategische Ausblicke für Besinnungsbereiche während des Sammlungsrundgangs. Sie dienen dem Seitenlicht bei der Präsentation von lichtunempfindlichen Skulpturen oder werden durch „black-out“ geschlossen bei Einbeziehung der Bereiche in die Ausstellung.

Die Erweiterung ist als nachhaltiges Museum unter ganzheitlicher Berücksichtigung folgender Kriterien geplant.
• Nachhaltiger Umgang mit den energetischen Ressourcen für einen minimierten Primärenergiebedarf des Gebäudes
• Einsatz umweltschonender Baustoffe in ihrer Ökobilanz von Gewinnung über Herstellung bis zur Nutzung, Lebenszyklus und Maintenance
• Nachhaltiger Umgang mit öffentlichen Gütern
• Besondere Berücksichtigung von Gesundheit und Behaglichkeit bei Nutzung des Gebäudes
• Nachhaltiger Gebäudebetrieb hinsichtlich flexibler Nutzungskonzepte und betrieblicher Aufwendungen
• Besondere Berücksichtigung und Einhaltung soziokultureller Aspekte, der Integration in die Nachbarschaft sowie Belange Geh-, Seh- und Hörbehinderter Menschen
MOCA Wroclaw
Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.1Pysall Architekten: Projekt KW, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.7Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.8Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.9Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.10Pysall  Architekten: Projekt KW, Bild Nr.11
Internationaler Wettbewerb 3. Preis, 2008
Museum für Zeitgenössische Kunst, Ausstellung, Multimedia, Auditorium, Bildungsbereich, Restaurierung, Administration, Restaurants, Museumsshop, Förderverein
Größe: BGF 25.836 qm
Baukosten: 41,8 Mio. €
Bauherr: Stadt Wroclaw, Polen
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski



Mit der Umsetzung der Revitalisierungsplanung erhält die Stadt Wroclaw die historische Stadtstruktur aus einer dichten Blockbebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern zurück. Auf dem Wettbewerbsgrundstück verlangt die neue Nutzung des Quartiers eine neue Antwort.

Der Leerraum als gebautes Volumen, das vergangene Gebaute als Freifläche für die neue Nutzung ist unsere Antwort. In drei Einzelkörper aufgeteilt nimmt das Volumen des Museums Bezug auf die St. Bernhardiner-Kirche, die heute der Architekturhochschule dient.

Die unregelmäßige Stapelung positioniert den Kern der Nutzung entsprechend am Rand oder mittig des Gebäudes und lässt geschützte Zugänge sowie Terrassen für Freiraumausstellungen und -veranstaltungen entstehen.

Semitransparentes, weißes Gussglas mit gebrochenen Kanten bildet die monochrome Hülle des skulpturalen Baukörpers, durch Drehung und Verschiebung reagieren die raumhohen Elemente auf die unterschiedlichen Belichtungsanforderungen.

Das Spiel der Reflexionen im Glas wird am Abend durch glühende Untersichten gesteigert und lässt den Platz für Gegenwartskunst differenziert erstrahlen.
Haus Otte Caputh
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Neubau eines Mehrfamilienhauses in Caputh-Schwielowsee
Fertigstellung: 2010
Größe: BGF 400 qm
Bauherr: Dr. Pia Victor und Martin Otte
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Tragwerksplanung: ASBA Ingenieurbüro Bauplanung GmbH




Das Grundstück liegt in einer landschaftlich traumhaften Lage in Caputh-Schwielowsee am Krähenberg mit Blick über den See. Die direkte Umgebung wird dominiert durch villenartige historische und neue Ein- und Mehrfamilienhäuser. Der umfangreiche alte Baumbestand auf dem Grundstück wird soweit möglich erhalten.

Das Gebäude ist als modernes Mehrfamilienhaus mit 3 Wohnungen geplant. Die Wohnungsgrundrisse sind offen und frei gestaltet und erstrecken sich teilweise über mehrere Geschosse. Die schlichten und zurückhaltenden Materialien (Sichtbeton, Glas, Holz, Naturstein) unterstreichen die moderne Architektursprache, um somit den Fokus auf die spannenden Innen- und Außenräume zu unterstreichen. Sämtliche Obergeschosse werden über eine Außentreppe erschlossen.

Die Konzeption der Fassaden spielt mit dem Gegensatz offen und geschlossen, abhängig von der direkten Umgebung und den sich ergebenen Ausblicken. Die Schmalseiten sind großflächig verglast, nach Süden in den Garten und nach Norden mit Blick über den Schwielowsee. Die West- und Ostfassade zu den Nachbargrundstücken sind eher geschlossen gehalten und werden mit großflächigen Betonfertigteilen und einigen schmalen Glasbändern gestaltet.
SBZ Hamburg
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Pysall  Architekten: Projekt SBZ, Bild Nr.3
Eingeladener Wettbewerb 2. Preis, 2009
Sprach- und Bewegungszentrum in Hamburg Wilhelmsburg mit Zweifachsporthalle, Seminar- und Bewegungsräumen, Multifunktionsraum, Bibliothek und Café
Größe: BGF 1.993 qm
Baukosten: 3,5 Mio. €
Bauherr: IBA Hamburg GmbH
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Jan Müllender Byoung Gil Jung



„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“
Ludwig Wittgenstein



Sprache lernen ist ein aktiver Prozess, die Wertschätzung Katalysator für den Erfolg. Das neue SBZ ist deshalb nicht nur Raum, sondern auch Bühne, um den Erfolg präsentieren zu können.
Die offene und informelle Struktur des Hauses beginnt in einem multifunktionalen Foyer. Als Fortsetzung des Außenraumes verknüpft es das neue SBZ mit dem angrenzenden Jugendzentrum, der Schule und dem Park und stellt Raum für vielfältige Aktivitäten zur Verfügung, die auch über die Nutzungen des SBZ hinausgehen, wie Kinderfeste und Flohmärkte.
Von hier erfolgt die interne Erschließung von Sport-, Bewegungs- und Seminarbereich. Jedes dieser Module ist separat nutzbar und abtrennbar und wird zusätzlich auch von außen erschlossen, über die großzügige, auch als Fluchtweg dienende Außentreppe.
Die aktiven Bereiche Multifunktion und Bewegung bilden dabei einen räumlichen Verbund mit vielfältigen Blickbeziehungen und Bezügen zum Außenraum - im Erdgeschoss zur Freifläche gen Süden und im ersten Obergeschoss zu einer großzügigen Freiraum- und Bewegungsfläche in Richtung der Sporthalle. Durch die Zugänglichkeit über die Außentreppe steht diese auch getrennt von den Nutzungen des SBZ zur Verfügung und gibt den Kindern des Reiherstiegviertels ihren ehemaligen Bolzplatz als neuen Treffpunkt zurück.
Drei Lagen von weiß gebeizten Lärchenholzlatten bilden das Äußere des Gebäudes - teils dicht, teils mit weiterem Abstand und unregelmäßig zueinander gekippt. Die Fassade lässt sich so auf vielfältige Weise lesen - von Weitem als lichter Birkenhain, von Nahem als arabeskes Muster, von der Seitenansicht als Furnierstruktur. Doch sie erzählt vor allem ihre eigene Geschichte: ge-meinsam erbaut, mit lokalen Zimmermännern, Auszubildenden und Jugendgruppen lässt so die Fassade das Haus in die Herzen ihrer Erbauer wachsen.
Helle Farbtöne, helles Lärchenholz, natürliche Materialien mit hohen raumklimatischen Eigen-schaften (Lehmbauplatten, Holzböden, Silikatfarben) bestimmen die Innenräume. Tülbend - tür-kisch für leichte Stoffe - sorgen dabei als semitransparente, pastellfarbene Vorhänge für eine lebhafte, freundliche Atmosphäre sowie für eine dezente Privatheit.
So evoziert das Haus Neugier, die Welt der Sprache und Bewegung zu entdecken.

Bandit Building
Pysall  Architekten: Projekt RÖ14A, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt RÖ14A, Bild Nr.2Pysall Architekten: Projekt RÖ14A, Bild Nr.6
Pysall  Architekten: Projekt RÖ14A, Bild Nr.7
Neubau Wohn- und Geschäftshaus, Röntgenstrasse 14a, Berlin
Fertigstellung: 2006
Wohnungen: 874 qm
Einzelhandel: 267 qm
Baukosten: 2,0 Mio. €
Bauherr: Bandit Helmets GmbH, Andreas Freundlieb
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Tragwerksplanung: Steiner & Schwarzenbacher
Haustechnik: GMW-Ingenieurbüro GmbH



Das Wohn- und Geschäftshaus schließt eine Baulücke in einem typischen Quartiersblock von Berlin-Charlottenburg.

Mit einem Luftraum verbunden befinden sich im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss die Büro- und Geschäftsräume des Bauherrn.

Über die seitlich, direkt an der Brandwand angeordnete Erschließung werden die jeweils über die gesamte Geschossfläche angelegten Wohneinheiten erreicht.

Zu den Seiten geschlossen, zum Gartenhof voll verglast und zur Straße mit raumhohen Fenstern versehen können die Wohnungen „durchgewohnt“ werden. Zwei innen liegende Installationskerne sind so angeordnet, dass ein großer Raum mit vier abtrennbaren Bereichen entsteht. Ziel ist mit wenigen baulichen Vorgaben eine hohe Grundrissflexibilität für individuelle Wohnbedürfnisse und wechselnde Nutzeransprüche sicherzustellen.

Bereiche abzutrennen, zusammenzuschalten oder offenzuhalten verbleibt konsequenterweise beim Nutzer. Die Installationsführung berücksichtigt bereits die unterschiedlichen Möglichkeiten der Raumkonfiguration sowie des Auf- und auch des Rückbaus der Wände.

Mit dem Konzept wird einerseits dem sehr strengen Kostenrahmen und andererseits der seitens des Bauherrn angestrebten Gruppe von Nutzern mit offenen Wohnideen entsprochen.
BBI Business Park
Pysall  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.3
Pysall  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.4
Business Park am neuen internationalen Flughafen Berlin, Deutschland
Gutachterverfahren 1. Preis 2007
Baubeginn: 2008
Größe: Masterplan Baufeld 1 und 2 16 ha | Hochbau 130.000 qm BGF
Auftraggeber: Berliner Flughäfen, Airport Berlin-Schönefeld GmbH
Architekt: Pysall Ruge Architekten



Zeitgleich mit dem Neubau des Flughafens „Berlin Brandenburg International“ (BBI) in Schönefeld entsteht am Nordostrand des Flughafens mit dem „BBI Business Park Berlin“ der größte Gewerbepark der Hauptstadt auf ca. 109 ha.

Die Eingangssituation zum Business Park wird durch zwei signifikante Baufelder gekennzeichnet. Die Konzeption für diese beiden Baufelder gliedert sich in zwei autarke „kontrapunktische“ Stadtfelder, deren Qualität über unterschiedliche Dichtemodelle und Stadtatmosphären erzeugt wird. Beide Quartiere sind als autarke, identitätsstiftende Strukturen in die vorhandene Auenlandschaft „gestellt“.

Das erste Baufeld, das sogenannte „Business Quarter“, bildet auf 6 ha ca. 130.000 Quadratmeter Flächen für Büros, Hotels, Gastronomie, Handel und Dienstleistung. Dieses Quartier weist eine flexible Struktur aus Baukörpern unterschiedlicher Höhe und Größe auf, die durch ihre Lage zueinander öffentliche Räume entstehen lassen.

Das „Service Quarter“ im 2. Baufeld bietet auf ca. 10 ha Flächen für service-orientierte Nutzungen an. Dieses Quartier weist eine flexible, bis zu dreigeschossige Baustruktur mit gewerbebedarfsorientierten Freiflächen und intensiver Durchgrünung auf.

Verdichtet mit urbaner Nutzung, belebt und vielfältig mit der Umgebung vernetzt, bildet das Business Quartier den Auftakt zu dem neuen Entwicklungsgebiet. Das Service Quartier wird aufgelockert, durchgrünt, in seinen Grenzen jedoch quartierbildend bebaut.

Die strenge räumliche Fassung gibt ein robustes Gerüst für die phasenweise Entwicklung beider Quartiere. Die Konzentrierung und Minimierung der versiegelten Flächen und Erhaltung großer Bereiche der urwüchsigen Auenlandschaft schaffen die Grundlage für die ökologisch sinnvolle, nachhaltige und ressourcenschonende Realisierung.
Tyniec
Pysall  Architekten: Projekt KT, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt KT, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt KT, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt KT, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt KT, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt KT, Bild Nr.6
Pysall Architekten: Projekt KT, Bild Nr.9
Besucherzentrum und Museum für das Benediktinerkloster Tyniec, Polen
Wettbewerb 2008
Größe: Besucherzentrum 870 qm, Museum 1.105 qm „Alte Schmiede“ 420 qm, Parkplatz 150 Stp.
Baukosten: 10,0 Mio. €
Bauherr: Opactwo Benedyktynow w Tyncu, Krakow, Polen
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski




Das Benediktinerkloster Tyniec liegt auf einer Anhöhe direkt am Flusslauf der Weichsel. Noch heute als Kloster der Benediktiner genutzt ist es ein Ort der Ruhe und Kontemplation in einzigartiger Architektur und Umgebung.

In Volumen und Komposition von der Struktur des Dorfes abgeleitet ist das Besucherzentrum ein Ensemble aus Einzelbaukörpern vor den Toren des Klosters. Jedem Baukörper nur eine Funktion zugeordnet können sie voneinander getrennt oder über das Untergeschoss gemeinsam genutzt werden.

Der spezifische Charakter der Klosteranlage, die langen und hohen Mauerfluchten mit ihrer perspektivischen Wirkung sind übersetzt in angeschnittene, kubische gegeneinander gesetzte Baukörper. Die Bruchsteinwände, kontrastreich aufgepixelt, interpretiert in Sichtbetonwänden mit einem Spiel aus unregelmäßigen kleinen und großen - transparenten und semitransparenten Öffnungen. Eine abwechslungsreiche Beleuchtungsatmosphäre entsteht. Großflächig ausgeschnittene, verglaste Öffnungen sorgen für direktes Tageslicht sowie Aus- und Einblicke für die kubischen Baukörper.

Das Museum liegt introvertiert zwischen den Mauern der alten Wehranlagen und dem Kloster. Nur eine moderne, aus Corteenstahl gefertigte Zugangstür, kleine Belichtungsschlitze und Oberlichter in den historischen Mauern lassen hier die neue Funktion eines Museums erahnen.

Der respektvolle Umgang mit den Parametern des Ortes, die komprimierten, versiegelungsminimierten Baumassen - die Verwendung ressourcenschonender ökologischer Materialien sowie die Nutzung von Geothermie für die Heiz- und Kühllasten über Betonkernaktivierung komplementieren den Geist des Klosters von Tyniec mit einem nachhaltigen Bauwerk.

Muzeum Kantora
Pysall  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.1Pysall Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.5Pysall Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.8
Museum für die Sammlung Tadeusz Kantor, Krakau, Polen
2004
Größe: 1.500 qm
Bauherr: MBA, Miedzynarodowe Biennale Architektury
Architekt: Pysall Ruge Architekten mit / with Bartlomiej Kisielewski und / and Dominik Darasz




Ein Platz der modernen Kunst in Krakau

Der Szczepanskiplatz und seine Umgebung entwickeln sich zu einem Ort der modernen Kunst in der Stadt Krakow. Der „Kunstpalast“, die Galerie „Bunker der Kunst“, das Wyspianski Museum und die Gallerie Krzysztofory befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das Museum Tadeusz Kantors soll dieses Ensemble ergänzen. Derzeit fehlt in Krakow ein Museum für moderne Kunst. Am Szczepanskiplatz eröffnet sich nun die Möglichkeit, den Raum für zeitgenössische Kunst und Kultur zur Verfügung zu stellen.
Wir schlagen eine starke, aber subtile Umgestaltung des Szczepanskiplatzs vor. Dieser wird als Platz der modernen Kunst in der Stadt Krakow etabliert, ein Platz, der sich über- und unterirdisch in die historische Stadtstruktur einpasst.
Der Platz wird zum multifunktionalen öffentlichen Raum, der den Bedarf einer aktiven modernen Metropole sowie einer lebendigen Kulturszene befriedigt und sich in das Netzwerk der Aktivitäten der verschiedenen Plätze Krakows integriert.
In der städtischen Typologie sollen sich die öffentlichen Plätze Krakows als urbane Räume in Form eines Netzes verbinden. Dabei soll jeder Raum mit seinen eigenen thematischen Aktivitäten die Vielschichtigkeit des Ganzen hervorheben. Der Szczepanskiplatz wird nur für Fußgänger zugänglich, wodurch problemlos eine Reihe zeitgenössischer Kulturveranstaltungen im Freien - Ausstellungen, Kunstmessen, Konzerte und andere Kulturereignisse - ermöglicht werden.
Sitzplätze aus Naturstein und neu gepflanzte Bäume laden zum Verweilen und Diskutieren ein. Durch unterschiedliche Wasserspiele ändert sich das Aussehen des Platzes ständig, Kinder spielen in einer freundlichen Umgebung, Erwachsene entspannen und beobachten das bunte Treiben.
Die geätzten Glasquadrate, die wie Diamanten zwischen den Wasserspielen funkeln, dienen als Lichtquelle für das Museum unterhalb des Platzes. Ein Glaspavillon markiert den Eingang des Museums und dient als Kulturinformationszentrum der Stadt Krakow.
Art Plaza
Pysall  Architekten: Projekt AP, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt AP, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt AP, Bild Nr.3
Pysall Architekten: Projekt AP, Bild Nr.8
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski, Dominik Darasz

Ein Platz der modernen Kunst in Krakau

Der Szczepanskiplatz und seine Umgebung entwickeln sich zu einem Ort der modernen Kunst in der Stadt Krakow. Der „Kunstpalast“, die Galerie „Bunker der Kunst“, das Wyspianski Museum und die Gallerie Krzysztofory befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das Museum Tadeusz Kantors soll dieses Ensemble ergänzen. Derzeit fehlt in Krakow ein Museum für moderne Kunst. Am Szczepanskiplatz eröffnet sich nun die Möglichkeit, den Raum für zeitgenössische Kunst und Kultur zur Verfügung zu stellen.
Wir schlagen eine starke, aber subtile Umgestaltung des Szczepanskiplatzs vor. Dieser wird als Platz der modernen Kunst in der Stadt Krakow etabliert, ein Platz, der sich über- und unterirdisch in die historische Stadtstruktur einpasst.
Swiss Sticks
Pysall  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.2
Pysall  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.6
Leitsystem für die An- und Abfahrtswege des Flughafen Zürich, Schweiz
Wettbewerb 2007
Auslober: Unique (Flughafen Zürich AG)
Architekt: Pysall Ruge Architekten




Schneeverwehte Straßen, nur durch Stelen von der weißen Berglandschaft ablesbar, sind ein bekanntes Bild in den Schweizer Winteralpen. Ohne die Stelen - weiß der erfahrene Alpinist - ist der Weg oft nicht zu finden.

„Gruezi“ in rotweiß - „Adieu“ in weißrot, die Stelen führen den Ortsfremden zum Terminalgebäude oder von hier auf die Autobahn. Entfernung zum Flughafen und gefahrene Geschwindigkeit werden übersetzt in den Abstand der Stelen. Hoch und mit weitem Abstand beginnt die Begleitung analog einer Allee um zum Flughafen kurz und mit engem Abstand den Weg zu führen - oder umgekehrt - um den Ankommenden die Richtung in die Schweiz vorzugeben.

Mit LED-Beleuchtung und Sensoren bestückt nehmen sie die Zahl der vorbeifahrenden Autos auf und übersetzen die Verkehrsdichte in steigende Beleuchtungsstärke - Ressourcen sparend, da nur bei Bedarf die sicherheitsrelevante Straßenausleuchtung aktiviert wird.

Am Flughafen selbst führt die Stele weiter den Weg, denn sie enthält Informationen aus der Schweiz für Ankommende und Informationen über Flugverbindungen für Abreisende bereit.

Enerscape
Pysall  Architekten: Projekt RWTH, Bild Nr.1
Pysall  Architekten: Projekt RWTH, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt RWTH, Bild Nr.3
Universitätscampus für Forschungs- und Entwicklungsinstitute der RWTH Aachen
Wettbewerb 2007
Größe: Planungsgebiet 70.000 qm Hochbau 359.154 qm
Auftraggeber: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen
Architekt: Pysall Ruge Architekten




Enerscape - ist Name und Konzept, gebildet aus Energy und Landscape steht es für die Energien des Ortes, die Energie aus Forschung und Lehre, eingebettet in die Auenlandschaft von Aachen.

Die RWTH Aachen ist eine der führenden Technischen Universitäten Europas, die Erweiterung um einen neuen Campus soll Hochschulinstituten und Unternehmern aus der freien Wirtschaft eine Plattform für gemeinsame Forschung und Entwicklung geben.

Unsere Erweiterungsstrategie teilt die unterschiedlichen Fachgebiete in neun als modulare, phasenweise realisierbare Gebäudecluster auf.

Strenge Bebauungskanten schaffen eine klare Abgrenzung zum Grünraum. Die unterschiedliche Stellung der Gebäude zueinander, variable Höhen und Dichten erzeugen differenzierte Außenraumqualitäten.

Neben der aus Nutzung und Raumprogramm entwickelten Architektur- und Raumkomposition geben unterschiedliche Materialien jedem Cluster eine eigenen Identität.

Die Minimierung des Flächenverbrauchs durch hohe Verdichtung der Cluster bei gleichzeitiger großflächiger Beibehaltung der Auenlandschaft einerseits und die Ausnutzung der technischen Möglichkeiten anderseits sind die Parameter für den Betrieb als nachhaltige ressourcenschonende Immobilie.

Neben dem Einsatz hocheffizienter Anlagentechnik für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Erdwärme, Solarenergie) und der Verwendung von ökologischen Bauprodukten wird vorgeschlagen, durch Monitoring und intelligentes Gebäudemanagement einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb sicherzustellen.
VAE Mirage
Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.2
Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.7
Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin
Wettbewerb 2000
Größe: Botschaftsgebäude BGF 8.710 qm
Auslober: Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Berlin
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Tragwerksplanung: Happold Ingenieurbüro, Berlin
Haustechnik: Happold Ingenieurbüro, Berlin




Ein junges, modernes Land mit jahrhundertealter kultureller Tradition. In den Vereinigten Arabischen Emiraten verschmilzt der Zauber des Orients mit der Rationalität des Okzidents. So sieht der Entwurf für die Botschaft ein modernes, funktionales Gebäude mit Atrium und haushohem Wintergarten vor, das sich mit seiner Kubatur in den örtlichen Kontext fügt. Und doch wurzelt es in der arabischen Architekturgeschichte, denn es ist um einen Innenhof organisiert, in dem eine kleine, nach Mekka orientierte Moschee ihren Platz hat, nach außen vermittelt die Überlagerung unterschiedlicher Fassadengeometrien die Kultur des fremden Landes an die Passanten. Die mehrschichtigen Fassaden mit geätztem Glas, Rahmenwerk aus Edelstahl, Sonnenschutzgittern und Glaselementen in Kupferwandungen lassen an die geheimnisvollen halbdurchsichtigen Mushrabie-Wände denken. Wer sich der kunstvollen Hauptfassade nähert, erlebt aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein sich wandelndes Farb- und Musterspiel, das Assoziationen an morgenländische Ornamentik weckt. Der Vexierbildeffekt entsteht durch den dichten Besatz der Fassade mit Keramikzylindern, die an Stirn- und Seitenflächen unterschiedliche Farben tragen. Schrägsicht, Frontalsicht, Durchsicht, das flammende Bild verändert sich wie eine mystische Mirage, eine Fata Morgana.

Das ganzheitliche Gebäudekonzept aus kompakter Bauweise, Zusammenspiel von Atrium und Doppelfassade für eine natürliche Klimatisierung sowie die Nutzung von Geothermie einerseits und die „Übersetzung“ arabischer Kultur andererseits macht das Haus selbst zur Botschaft für das junge, moderne Land mit jahrhundertealter arabischer Tradition.
Canada House | KGS Architects with PRvM
Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.7
Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.8Pysall  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.9
Botschaft von Kanada in Berlin sowie Mietflächen für Büro, Einzelhandel und Wohnen als PPP-Projekt
Fertigstellung: 2006
Größe: BGF 19.820 qm
Kosten: 30,0 Mio. €
Bauherr: Hannover Leasing GmbH & Co. KG
Architekt: KGS Joint Venture Architects, Toronto mit Pysall Ruge von Matt Architekten, Berlin
Tragwerksplanung: KUNKEL + Partner KG, Berlin
Haustechnik: HPG Haustechnische Planungsgemeinschaft, Stuttgart
BRANDI IGH Ingenieure GmbH, Köln




Das Kanada-Haus ist eines der ersten realisierten PPP-Projekte (Public Private Partnership) in Deutschland, der Staat von Kanada ist Mieter, die Hannover Leasing der private Finanzinvestor.

Unsere Aufgabe war es, auf Grundlage des Entwurfes des kanadischen Architektenteams die Planung der kanadischen Botschaft bezüglich der internen Abläufe zu optimieren, die Baukosten bei gleicher Qualität zu senken sowie die freivermietbaren Nutzflächen um ein Drittel zu erhöhen. Wir haben das Gebäude hierfür vom Vorentwurf bis zur Ausführungsplanung durchgeplant, detailliert und die Bauphase als künstlerische Bauleitung kontrolliert.

Das Kanada-Haus am Leipziger Platz in Berlin-Mitte versteht sich als kultureller Brückenschlag zwischen Kanada und Deutschland. Großformatige Fensterflächen und markanter kanadischer Tyndall-Naturstein aus Manitoba, Kanada heben das Gebäude als besonders einladend aus der Reihe der Neubauten hervor. Der Empfangsbereich der Botschaft liegt am Leipziger Platz, geprägt durch einen Wassergarten mit einem eineinhalb Stockwerke hohen, über eine Granitwand rauschenden Wasserfall setzt er sich bis weit in das Gebäudeinnere fort.

Die Komposition aus Baukörpern, der zylinderförmigen Timberhall mit Kanada-Lounge im EG und darüberliegendem Konferenzsaal sowie dem doppelgeschossigen Auditorium verbindet das Foyer mit der öffentlichen Passage, die den Leipziger Platz mit der Ebertstraße verbindet. Hier angeordnete Mietflächen für kanadische Unternehmen repräsentieren gemeinsam mit der Botschaft ein Stück Kanada in Berlin.
Von der Ebertstraße werden freivermietbare Büroflächen sowie Wohnungen in den Obergeschossen erschlossen. Mit Ausrichtung zum Brandenburger Tor und Leipziger Platz genießen sie ein besonderes Panorama.
Nordic Embassies | Berger + Parkkinen Architekten, Wien
Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.5
Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.7Pysall  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.8
Neubau der Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden und des Gemeinschaftsgebäudes „Felleshuis“ in Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 15.008 qm
Baukosten: 40 Mio. €
Bauherr: Die Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden vertreten durch Statens Fastighetsverk, Stockholm
Architekten:
Ensemble u. Felleshuis: Berger + Parkkinen, Wien
Botschaft Dänemark: 3 x Nielsen, Århus
Botschaft Finnland: VIIVA, Helsinki
Botschaft Island: P.Kristmundsson, Reykjavik
Botschaft Norwegen: Snøhetta, Oslo
Botschaft Schweden: Wingårdh, Stockholm

Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Ensemble der Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden

Signalwirkung für ein zusammenwachsendes Europa bildet das gemeinschaftlich genutzte Botschaftsareal der 5 nordischen Länder in Berlin-Tiergarten. Politische und kulturelle Unterschiede sowie nationale Einzelinteressen sind zugunsten des übergeordneten Gedankens einer pannordischen Interessenvertretung zusammengeschmolzen.
Architektonisch zelebriert durch ein sämtliche Botschaften umschlingendes Kupferband treten die Länder nach außen als ein Ensemble auf und setzen so ein kraftvolles “nordisches” Landmark, in dem jedes einzelne Land durch eine individuelle landestypisch geprägte Botschaft vertreten ist.

Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der hinsichtlich Architektur und Ausarbeitungsstandards höchst unterschiedlichen Landesplanungen und umfasste die Genehmigungs-, Fortführung der Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung für das gesamte Projekt bzw. jeder einzelnen Botschaft.

Royal Danish Embassy | Nielsen, Nielsen + Nielsen A/S, Århus
Pysall  Architekten: Projekt DEN, Bild Nr.1
Pysall  Architekten: Projekt DEN, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt DEN, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt DEN, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt DEN, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt DEN, Bild Nr.6
Botschaft des Königreichs von Dänemark in Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 2.260 qm
Baukosten: 7,0 Mio. €
Bauherr: Danish Ministry of Housing and Building, Kopenhagen
Architekten: Nielsen, Nielsen + Nielsen A/S, Århus
Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Skulpturaler Innenraum in minimalistischer Hülle

Aufklappbare perforierte Edelstahlplatten und stirnseitig eine gebäudehohe Verglasung bilden ein kühles zurückhaltendes, fast technisches Äußeres. Im Inneren entfaltet sich jedoch eine beeindruckende Raumwirkung. Zwei Büroflügel, der eine geometrisch scharf geschnitten und der andere, das geschwungene Äußere folgend, formen die glasgedeckte Innenhalle.
Im Kontrast zu dem edelstahlverkleideten Riegel verjüngt der geschwungene, mit Holzlamellen verkleidete Riegel nach oben hin den Innenraum. Neben dem dynamischen Raumeindruck ergeben sich
hierdurch nach oben einschließlich Botschafteretage größere Bürotiefen. Der freistehende Versorgungstrakt und eine Vielzahl von Brücken lassen das Atrium zum kommunikativen Herz der Botschaft werden. Die ausgewählte Verwendung von dänischen Materialien, Möbeln und Lampen lassen das Gebäude zu einer vielschichtigen Botschaft des Landes werden.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der dänischen Botschaft und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Finnish Embassy | VIIVA Arkkitehtuuri Oy, Helsinki
Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.3
Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.7Pysall  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.8
Botschaft von Finnland, Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 1.887 qm
Baukosten: 5,6 Mio. €
Bauherr: Ministry of Foreign Affairs, Helsinki
Architekten: VIIVA Arkkitehtuuri Oy, Helsinki
Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Karg, streng und ehrlich - das Haus selbst als skulpturale Botschaft finnischer Ideale

Lärchenholzlamellen in raumhohen Stahlrahmen bilden den einheitlichen Gebäudeabschluss vor der Ganzglasfassade. Teilweise bis zu 90° geöffnet spielen sie mit der Kargheit des kubischen Baukörpers und lassen freien Blick und Einblick zu.
Die strenge Grundrissorganisation um ein Atrium mit einer Treppe bis zum Botschafter im obersten Geschoss sowie die reduzierte Materialwahl - Beton, Stahl, Aluminium und Glas - wird durch die Verwendung von hellen Birkenholzeinbauten im Innenbereich kontrastreich hervorgehoben.
Neben Empfangs- und Speisesaal mit Kamin gehört die obligatorische Sauna auch in der Botschaft zum Raumprogramm dieses finnischen Hauses.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der Botschaft von Finnland und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Islandic Embassy | Palmár Kristmundsson, Reykjavik
Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.7
Botschaft von Island in Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 467 qm
Baukosten: 22 Mio. €
Bauherr: Government Engineering Contracts, Reykjavik
Architekt: Palmár Kristmundsson, Reykjavik
Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Kompositon aus rotem Ryolith, Lava, Holz und Beton

Roter Ryolith von der Ostküste Islands als Fassadenmaterial, Lavabrocken als skulpturaler Atriumboden, Sand gestrahlter Beton und gewellte Betonfertigteile ähnlich Wellblechelementen lassen den Kundigen das Gebäude sofort als isländische Botschaft erkennen.
Gegliedert in einen Bürotrakt mit gläsernem Flur zum Atrium und einem Versorgungsbereich erscheint das kleine Gebäude überraschend großzügig und elegant. Sorgsame Materialauswahl und durchdachte Details bis hin zu speziell angefertigten Türbeschlägen stehen für die hohen gestalterischen und handwerklichen Ansprüche der isländischen Baukultur.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der Botschaft von Island und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Norwegian Embassy | Snøhetta arkitektur + landskap, Oslo
Pysall  Architekten: Projekt NOR, Bild Nr.1
Pysall  Architekten: Projekt NOR, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt NOR, Bild Nr.3
Botschaft von Norwegen in Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 1.223 qm
Baukosten: 3,5 Mio. €
Bauherr: Statsbygg, Public Construction and Property, Oslo
Architekt: Snøhetta arkitektur + landskap, Oslo
Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Mit einem 120 t Monolith aus Granit holt die Botschaft ein Stück Norwegen nach Berlin

120 t schwer, 15 m hoch, 5 m breit, bildet ein Monolith aus norwegischem Granit die Eingangsfassade der norwegischen Botschaft. Mit einer Diamantbandsäge in einem Stück aus einem norwegischen Fjord gesägt und über Wasser- und Landweg nach Berlin transportiert wurde der Riese über das fertige Haus gehoben und punktgenau platziert.
Die gletscherdurchfurchte Oberfläche bildet die Außenfassade, die Innenfläche ist poliert. Die mit Glaslamellen versehenen flankierenden Ganzglasfassaden treten hinter diesem Gigant gänzlich zurück.
Vom Eingang unter dem Monolithen entwickelt sich das strenge, nach funktionalen und wirtschaftlichen Aspekten geplante Gebäude. Helles Holz und viel Glas bestimmen die ausgewogene zurückhaltende norwegische Gestaltung.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der Botschaft von Norwegen und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.

Royal Swedish Embassy | Wingårdh Arkitektkontor AB, Göteborg
Pysall  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.1
Pysall  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.6
Botschaft des Königreichs Schweden in Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 1.810 qm
Baukosten: 6,3 Mio. €
Bauherr: Statens Fastighetsverk, Stockholm
Architekt: Wingardhs Architects, Göteborg
Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Einheit in der Vielfalt - die schwedische Botschaft als Komposition aus Raum und Material

Drei unterschiedliche Fassaden bilden den repräsentativen Charakter der schwedischen Botschaft - Streifen aus überlappenden schwarzen Diabasplatten und Fenstern die Eingangsfassade - von Kalkstein gerahmte Fensterflächen mit sandgestrahltem Sonnenschutz die Südfassade und zum Tiergarten eine große über 4 Geschosse reichende Öffnung. Hinter dieser haushohen Öffnung zum Tiergarten bildet ein Atrium das Herz der Botschaft. Die multifunktionale Fläche im EG sowie Aufenthaltsflächen und die offene Erschließung über eine Wendeltreppe und den gläsernen Aufzug lassen das Atrium zu einem Ort spontaner Kontaktmöglichkeiten werden. Gotländischer Kalkstein, Glas und gebeiztes Birkenholz prägen als beherrschende Materialien ein wohlig warmes Ambiente in der schwedischen Botschaft.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der schwedischen Botschaft und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Felleshuis | Berger + Parkkinen Architekten, Wien
Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.3
Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.7
Gemeinschaftsgebäude für die Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden in Berlin
Fertigstellung: 1999
Größe: BGF 2.505 qm
Baukosten: 6,0 Mio. €
Bauherr: Statens Fastighetsverk, Stockholm
Architekten: Berger + Parkkinen, Wien
Kontaktarchitekt und Bauleitung: Pysall Ruge Architekten




Ausstellungen, Vorträge, Veranstaltungen - das „Felleshuis“ dient als Kommunikator zwischen den fünf nordischen Botschaften und der Öffentlichkeit

Im Ensemble der fünf nordischen Botschaften dient das “Felleshuis” mit großer einladender Eingangshalle, Ausstellungsebene, Dachterrasse, Vortragssaal für 100 Personen sowie mehreren Veranstaltungsräumen internen und vielfältigen öffentlichen Nutzungen.
Als informeller Ort des Gedankenaustauschs hat sich besonders das von allen nordischen Ländern gemeinsam genutzte Restaurant im obersten Stock etabliert. Darüber hinaus bildet das „Felleshuis“ die Sicherheitsschleuse zum Botschaftskomplex und beinhaltete die Konsulate der fünf nordischen Botschaften.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung des „Felleshuis“ und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
HCC Wrap
Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.2
Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.7
Fassadenplanung für das Kongresszentrum in Hangzhou, China
Fertigstellung: 2008
Größe: Gebäude oberirdisch BGF 20.000 qm
Bauherr: Stadtverwaltung von Hangzhou
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Fassadenberater: Schlaich Bergemann und Partner, Stuttgart




Das Kongresszentrum ist das Zentrum der neuen Stadtverwaltung von Hangzhou, Landeshauptstadt der Zhejing Provinz. Die Form gleicht einem wertvollem Edelstein, gefasst durch die flankierenden Hochhäuser.

Die Strukturen einer Teeplantage mit unterschiedlich ausgerichteten und sich überlagernden Strukturen der Bewirtschaftungswege und Bepflanzungsnetze sind ein typisch regionales Bild aus der Provinz Zheijang, ein Hauptanbaugebiet für Tee in China. Dieses Bild greift die Konzeption der Fassade auf und entwickelt daraus eine Struktur, die sich als mehrschichtiges Gewebe um das Gebäude legt und dessen Körperhaftigkeit hervorhebt. In der Fernwirkung bildet die Fassade ein Volumen, näher kommend löst sie sich auf in ein Netzwerk aus Strukturen und Ebenen.

Die Übersetzung bzw. Einbeziehung regionaler Besonderheiten in der Erscheinung des Gebäudes zielt auf die Förderung der Identifikation der Einwohner von Hangzhou mit ihrer Stadtverwaltung.
Changsha MRD
Pysall  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.5
Wohnhäuser mit zweigeschossigen Wohnungstypologien in Changsha, China
Fertigstellung: 2009
Größe: Masterplan 23,2 ha, Geschossfläche 500.000 qm
Bauherr: Chang Sha Hui Feng Real Estate Ltd.
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Landschaftsplanung: Arquitectos del Paisaje José Cantalapiedra Valladolid/Hangzhou





Der Masterplan für den MRD (Micro Residential District) in Changsha sieht 500.000 qm Wohnfläche auf 23,2 ha Land vor.

Im Süden des Distrikts sind sechs eigenständige Appartementhäuser mit besonderem Anspruch hinsichtlich Wohnform, Energieeffizienz und ökologisch sinnvoller Materialwahl auf Grundlage unserer Entwurfsplanung entstanden.

Die Gebäude vereinen die Parameter nordsüd-orientierter Wohntypologien chinesischer Wohngepflogenheiten mit modernen zweigeschossigen Einheiten, in denen durch Lufträume verbunden die Individualräume im oberen und die Wohnräume im unteren Geschoss angeordnet sind.

Nach Süden großflächig verglast, verschatten auskragende Balkone die Sommersonne. Im Winter sorgt die tief stehende Sonne für gute Belichtung und solare Wärmegewinnung. Die Beheizung erfolgt energieeffizient über ein Blockheizkraftwerk für den gesamten Distrikt, die Kühlung auf natürlichem Wege durch die Querlüftung der Appartements.

Rose of Mianyang
Pysall  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.5
Masterplan für die Stadt Mianyang, China
Wettbewerb 1. Preis 2006
Fertigstellung: 2025
Größe: 1.800 ha
Bauherr: Sichuan Mianyang City
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Landschaftsplanung: Arquitectos del Paisaje José Cantalapiedra Valladolid/Hangzhou




Mianyang liegt im Nordwesten der Provinz Sichuan. Noch heute zeugen eine Vielzahl von historischen Bauten und Gartenanlagen vom kulturellen Erbe der 1800 jährigen Geschichte. Eingebettet in eine Berglandschaft wird die Stadt durch drei hier zusammenkommende Flüsse geprägt. Sie ist Forschungs- und Hochtechnologiestandort. Aufgrund der hohen Lebens- und Arbeitsqualität erwartet Mianyang ein Wachstum von 600.000 auf 1,2 Mio. Einwohner bis zum Jahr 2025.

Das Strategiekonzept ist ein Leitbild, das eine Gliederung und Struktur im großen Maßstab vorgibt und das Ziel einer nachhaltigen ökologischen Stadtentwicklung verwirklichen lässt. Wie Blätter einer Blüte legen sich Grüngürtel mit Ringstraßen und Parkerweiterungen um die Stadt. Verbunden mit den Magistralen, den Boulevards und den Wegen entlang der Flüsse entsteht ein leistungsfähiges, auf nichtmotorisierte Erschließung zielendes Wegenetz.

Die Qualität der Altstadt Mianyang wird konsolidiert, neue Stadtquartiere mit unterschiedlichen urbanen Nutzungsschwerpunkten und Qualitäten hinzugefügt, mit eigenem Charakter und definierten Grenzen. Öffentliche Sphären und differenzierte Stadt- und Straßenräume rhythmisieren das Gesamtbild in eine Stadt mit individueller Identität.

Kurze Wege in und begrünte Verbindungen zwischen den Quartieren in Verbindung mit einem schienengebundenen Verkehrssystem überlassen den Bewohnern der Stadt die Straßen mit ihren Plätzen und zusammenhängenden Grünräumen in hoher urbaner Qualität.

Salon West
Pysall  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.2
Pysall  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.3Pysall Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.11Pysall Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.18
Masterplan für das Stadtteilzentrums „Salon West“ in Mianyang, China
Wettbewerb 1. Preis 2007
Abschluss: Städtebauliche Planung 2008
Größe: 306 ha
Bauherr: Sichuan Mianyang City
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Landschaftsplanung: Arquitectos del Paisaje José Cantalapiedra Valladolid/Hangzhou




Der Masterplan „The Rose of Mianyang“ bildet die Grundlage für die vertiefende Planung von Teilbereichen der zukünftigen Stadtentwicklung.

Das Planungsgebiet „Salon West“ wird vom fünften und vierten Grüngürtel sowie im Norden und Süden durch Flussläufe begrenzt. Die Changhong-Avenue durchzieht als Magistrale das Planungsgebiet von Westen nach Osten und bindet es an das Stadtzentrum und die Autobahn an. Der Salon West ist als Wissenschafts- und Forschungsstandort für Hochtechnologie entwickelt worden.

Die Analyse des Gebietes zeigt feingliedrige Baustrukturen überwiegend in Nord-Süd-Ausrichtung und Wegenetze in Quartieren, die durch Erschließungsstraßen begrenzt bzw. miteinander verbunden sind. Sie sind Zeugen der Geschichte und ihrer ehemaligen Nutzung.

Unser Konzept hat das Ziel, die Geschichte des Ortes, das Erlebte der Bewohner aufzunehmen und durch eine Überlagerung mit einem Städtebau hoher Dichte weiterzuführen.

Acht Parameter bilden die konzeptionelle Grundlage der städtebaulichen Entwicklung:

1 Der vierte und fünfte Ring bilden Grüne Gürtel im Westen und Osten als Naherholungsgebiete
2 Flussläufe im Norden und Süden
3 Begrünung und Durchlüftung mittels Nord-Süd verlaufender Korridore in Hauptwindrichtung
4 Verdichtung der Baumassen zur Hauptgeschäftsstraße
5 Erhaltung historischer Bausubstanz als Zeugen der Geschichte und städtebaulicher Entwicklung
6 Etablierung von Orten unterschiedlicher städtebaulicher Qualitäten, Atmosphären, Aktivitäten und Dichten (kommunale Orte, Märkte, Schulen, Bildungs- und Freizeitstätten usw.) mit identifikationsstiftendem Potenzial
7 Verbindung dieser Orte zu einem sich gegenseitig stimulierenden Netzwerk städtischer Aktivitäten
8 Streben nach einer harmonischen urbanen Atmosphäre

Das Strategiekonzept generiert unterschiedliche Dichtemodelle und Stadtatmosphären, identitätsstiftende Orte und Räume in einer flexiblen quartiersbildenden Struktur.

Die infrastrukturelle Planung, sowie der Bebauungsplan sind bereits rechtskräftig, so dass die einzelnen Grundstücksparzellen nunmehr durch Investoren bebaut werden können.
Textile City
Pysall  Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.3
Pysall Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.13Pysall Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.19
Stadterweiterung für Textilmärkte und Büroflächen in Keqiao/Shaoxing, China
Gutachten 2007
Größe: 600 ha
Bauherr: Stadtverwaltung von Keqiao, China
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Landschaftsplanung: Arquitectos del Paisaje José Cantalapiedra Valladolid/Hangzhou




Keqiao in der Provinz Zhejiang ist Entwicklungsgebiet der 710.000 Einwohnerstadt Shaoxing im Süden der Bucht von Hangzhou.

Die Region genießt vielfältige naturräumliche Qualitäten durch unzählige Flüsse, Seen und Bergpanoramen sowie eine anhaltend rasante ökonomische Entwicklung.

Durch die Spezialisierung auf Textilien hat sich die Stadt zu einem der führenden Marktplätze in China ent-wickelt. Das circa sechs Quadratkilometer große Projektgebiet ist Bestandteil der Stadtentwicklungsplanung von Shaoxing Richtung Norden.

Die Konzeption beruht auf der besonderen landschaftlichen und verkehrstechnischen Situation des Gebietes, den Landschaftsräumen, den markanten Einzelbergen im Norden und der Bergkette im Süden, dem feingliedrigen Netz aus Wasserkanälen und dem raumgreifenden zentralen Verkehrsknotenpunkt zwischen der Nord-Südachse und der Stadtautobahn.

Textilien bilden die Grundlage für den Wohlstand der Stadt, die Sinnlichkeit der Stoffe, der Fasern und Farben, des Webens geben die Inspiration für die konzeptionelle Auseinandersetzung.

In der europäischen Planungsarbeit kaum angewendet findet die Lehre des Feng Shui in China tiefgreifende Berücksichtigung in allen Planungsphasen, beginnend mit dem Strategiekonzept für die Entwicklung des Masterplans.

So wird die positive Energie aus der Bergwelt in ihren Bewegungsbahnen, den Wasserläufen und Wegen, in die Stadt geleitet und über die Landschaftsräume, Parks und Alleen mit dem Gebauten verwebt - in die zukünftige „Textile City“.
MOCAPE
Pysall  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.2
Pysall  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.4
Museum of Contemporary Art and Planning Exhibition in Shenzhen, China
Wettbewerb 2007
Größe: Grundstück 29.688 qm, BGF 89.271 qm
Bauherr: Shenzhen Municipal Culture Bureau and Planning Bureau
Architekt: Pysall Ruge Architekten




Das Museum für zeitgenössische Kunst und Architektur ist letzter Baustein des Ensembles von Kulturbauten im Zentrum Shenzhens.

Auf 38.500 qm werden moderne Kunst, Skulpturen und Design und auf 19.600 qm die Geschichte und Gegenwart von Architektur- und Stadtplanung gezeigt. Foyer, Multifunktionsräume, Auditorium, Konferenz-bereich, Restaurants, Buchläden und Administration werden auf einer Fläche von 22.000 qm gemeinsam genutzt.

Die skulpturale Großform wird aus acht übereinander gelegten, verdrehten elliptischen Scheiben entwickelt. Die Schichtung bildet Ausstellungsbereiche und Funktionen, die geschossweise die ständige Sammlung und temporäre Ausstellungen flexibel kombinieren lassen. Lufträume und offene Treppenverbindungen sorgen für eine gute Orientierung im Innenraum.

Die Verdrehung der Ebenen zueinander lässt Terrassen für Freiraumausstellungen und Restaurants sowie Überstände, deren medial bespielten Untersichten des Nachts den Vorplatz kunstvoll erleuchten, entstehen.
MFA Vietnam
Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.2
Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt MFA, Bild Nr.7
Außenministerium von Vietnam in Hanoi, Vietnam
Wettbewerb 2008
Größe: 120.000 qm
Bauherr: Außenministerium Vietnam
Architekt: Pysall Ruge Architekten




Eingebettet in eine Parklandschaft nimmt der Komplex für das neue Außenministerium von Vietnam thematisch und symbolisch Bezüge der Kultur und Tradition der Stadt Hanoi auf und verdichtet sie in eine Großform.

Ein multifunktionaler urbaner Platz dient feierlichen Zeremonien, Anlässen und der offiziellen Vorfahrt mit direktem Zugang in den gesicherten Bereich. Über eine Personalzufahrt erschlossen ist das Gebäude strikt in Sicherheitszonen unterteilt.

Mit Büroflächen für 2.500 Mitarbeiter umschließt die Großform zwei ineinander gehende Atrien, in denen, vor dem heißen Klima geschützt, Konferenzräume, Empfangszonen, Restaurants und Pausenbereiche den repräsentativen Bereich bilden.

Das Energie-, Klimatisierungs- und Beleuchtungskonzept ist als ganzheitliches Low Energy Concept ausgearbeitet, mit dem Ziel der Realisierung und Betreibung einer nachhaltigen, ökologisch sinnvollen Immobilie im gesamten Lebenszyklus.

Xintiandi Factory Hangzhou
Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.1
Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.4Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.5Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.6Pysall  Architekten: Projekt XFH, Bild Nr.7
Renovierung und Umbau einer alten Fabrikanlage zu einem Hotel- und Bürogebäude in Hangzhou, China
2010-2013
Größe: 17.900 qm
Bauherr: Hangzhou New Land Group Co., Ltd
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Projektpartner: DBH Stadtplanungs GmbH, Hangzhou




Die bestehende Fabrikhalle war ein Teil der alten Maschinenfabrik in Hangzhou. Das Gebäude ist mehr als 50 Jahre alt und wurde als Eisengießerei genutzt.

Die Fabrikhalle wird renoviert und umgebaut zu einem qualitativ hochwertigen Gebäude für Creative Office und Hotel.

Die spannende Inszenierung der vorhandenen Industriearchitektur ist einer der elementaren Entwurfsgedanken. Um das Gebäude in seiner inneren Struktur und Schönheit sichtbar zu erhalten wurden die neuen Funktionen über 4 Geschosse entlang der Fassaden organisiert und im zentralen Bereich des Gebäudes ein großzügiger Bereich freigehalten, der sich über die gesamte Gebäudelänge und über alle Geschosse erstreckt. Die großartige Stahldachstruktur bleibt in diesem Bereich sichtbar.

Zwei freigeformte weiß glänzende Körper für Konferenz- und Besprechungsräume, die in diesem Raum schweben, erzeugen spannende Ein- und Durchblicke aber auch ein unterschiedliches Gefühl von Raumhöhe in den Eingangsbereichen.

Nach der umfangreichen Analyse der Struktur des bestehenden Gebäudes und auf Grundlage des neuen Entwurfes wurde ein statisches System entwickelt, was die bestehende Struktur respektiert aber auch mit einbindet und sich effektiv und ökonomisch umsetzen lässt.

Das haustechnische Konzept ist ebenfalls unter größter Berücksichtigung der bestehenden Struktur aber auch in Hinblick auf den höchst möglichen Gebäudekomfort, bei der Verwendung nachhaltiger und modernster Technik, entwickelt.

Auch bei der Konzeption der Fassade wurde versucht, die bestehende Fassade der Industriehalle in den wichtigen Bereichen zu respektieren und durch neue Elemente spannungsvoll zu ergänzen.
Xinitiandi Lofts Hangzhou
Pysall  Architekten: Projekt XLH, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt XLH, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt XLH, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt XLH, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt XLH, Bild Nr.5
Neubau eines Wohnquartieres für Loft- und Apartmentgebäude in Hangzhou, China
Internationaler Wettbewerb 2010
Größe: 197.350 qm
Bauherr: Hangzhou New Land Group Co., Ltd
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Projektpartner: DBH Stadtplanungs GmbH, Hangzhou
Freiraumplanung: Arquitectos del Paisaje José Cantalapiedra Valladolid/Hangzhou




Ziel des Entwurfes ist die positiven Energien zwischen den beiden Landschaftsräumen mit dem Fluss im Norden und dem Grünraum im Süden als Spannungsgeber für eine gute Durchlüftung des neuen Wohngebietes zu verbinden.

Das europäische, rationale Denken wird hier mit dem Gefühl des chinesischen Wohnens verbunden und somit ein besonderer einzigartiger Ort in Hangzhou geschaffen.

Das Konzept des 8xL: Leben, Linien, Licht und Luxus verbindet sich mit Long (Genialität), Ling (Zartheit), Li (Schönheit) und Li (Kraft). Die Komposition der acht Einzelelemente, die räumliche Komposition der Einzelbaukörper und das nachhaltige Energiekonzept machen das Gebiet zu einem Leuchtturmprojekt für die Entwicklung von ehemaligen Industriegebieten in China.

Die Komposition der unterschiedlichen Gebäudehöhen – 33m, 45m und 60m - erzeugt eine gute Himmelslinie für das Projekt.

Die Gebäudezwischenräume dienen als Energiedepots für die Lofts, die den künftigen Nutzern der Anlage zur Verfügung gestellt wird.

Die Fassaden werden von quadratischen, an den Ecken abgerundeten Kuben geprägt, die unterschiedlich weit aus der Wandebene heraustreten. Die Außenseiten sind farblich angelegt. Die Wandebene ist mit aluminiumfarbenen Platten belegt, um an die Geschichte des Ortes als Industriegebiet zu erinnern.

Nachhaltigkeit: Die offen gehaltenen Nord- Südkorridore verhindern im Sommer die Bildung von Hitzeinseln. Die Einheiten sind hauptsächlich Nord- Süd ausgerichtet und alle natürlich belüftet.
Plastic Market Yuyao
Pysall  Architekten: Projekt PMY, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt PMY, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt PMY, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt PMY, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt PMY, Bild Nr.5
Markthalle für Plastikprodukte in Yuyao, China
2008
Größe: 140.500 qm
Bauherr: Yuyao China Plastikstadt Verwaltungskomitee
Architekt: Pysall Ruge Architekten
Projektpartner: Hangzhou Ruge Construction Planning and Design Co., Ltd.
Freiraumplanung: Arquitectos del Paisaje José Cantalapiedra Valladolid/Hangzhou




Das Gebiet von Yuyao Plastic City ist spezialisiert auf die Produktion und den Handel von Kunststoffteilen. Diese Teile sollen in der neuen Markthalle ausgestellt werden. Das florale Wahrzeichen der Stadt ist der Bergpfirsich.

Vorgeschlagen für die Bebauung wird ein duales Konzept: ein flaches dreigeschossiges Gebäude steht im Kontrast zu einem 150 Meter hohen Turm.

Die Markthalle kann in bis zu 624 Shops unterteilt werden. Das Zentrum wird durch einen großen Hallenraum gebildet, der von oben natürlich belichtet wird und Sonderfunktionen wie Restaurants, Ausstellung und Besprechungsräume aufnimmt. Dieser ellipsenförmig Innenraum ist begrünt und hat hohe Aufenthaltsqualitäten. Der ausgeschnittene Leerraum ist Form gebend für den 150 Meter hohen Büroturm. Dieser steht im öffentlichen freien Raum, einem Platz, der die Eingangsbereiche des Turms verstärkt.

Unter dem Gebäude befindet sich eine ein- bzw. zweigeschossige Tiefgarage für ca. 620 Parkplätze.
Station Perm II
Pysall  Architekten: Projekt SP2, Bild Nr.1Pysall  Architekten: Projekt SP2, Bild Nr.2Pysall  Architekten: Projekt SP2, Bild Nr.3Pysall  Architekten: Projekt SP2, Bild Nr.4
Pysall  Architekten: Projekt SP2, Bild Nr.5
Entwicklung eines neuen intermodalen Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof Perm II, Russische Förderation
Fertigstellung: 2016
Größe: BGF 31.000 qm
Auftraggeber: DB International GmbH
Architekt: atelier4d Architekten, Pysall Ruge Planungsgesellschaft mbH




• Städtebauliche und verkehrstechnische Analysen
• Analyse des bestehender Bahnhofes, bahntechnischer Anlagen und Grundstücke
• Konzeption
• Entwurfsplanung
• Entwicklung einer Bewertungsmatrix
• Flächenkalkulation
• Kostenschätzung

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