Nachhaltigkeit
Mit grundsätzlichen Entscheidungen der Gebäude- und Technikkonzeption in der frühen Planungsphase, einer nachhaltigen Materialwahl, einem überlegten Bauprozess, einem maßgeschneiderten Maintenance-Konzept und der Berücksichtigung von Nutzerverhalten wurde die Minimierung des Aufwandes in Bau-und Betrieb umgesetzt.
Die Aufteilung des Hauses in unterschiedliche, nach Nutzung gestaffelte Temperaturzonen (Zwiebelprinzip), natürliche Lüftung und intensive Tageslichtnutzung vermindern erfolgreich den technischen Aufwand und die laufenden Betriebsaufwendungen. Im Ergebnis liegt der Primärenergiebedarf des Gebäudes weit unter den Referenzwerten für vergleichbare Museumsbauten. Der Bauprozess und die Baumaterialien entsprechen einem nachhaltig ökologischen Lebenszyklus von Gewinnung - Transport - Verarbeitung – Maintenance und Nutzung bis zum Recycling der Immobilie.
Das Museum ist hierfür mit dem PLGBC-Award 2010, als „Best Ecological Building in Poland“, ausgezeichnet worden.
Maximierung der Grünflächen und wasserdurchlässigen Flächen
Die Ausrichtung des Ausstellungsflügels nach Norden sorgt ganztägig für eine natürliche, indirekte und diffuse Beleuchtung der Exponate. Licht lenkende Lamellen an der Fassade werden tageslichtabhängig gesteuert und werfen natürliches Licht tief in den Raum und an die Decke.
Die Betonschale schützt vor Überhitzung
Grundkonzept der natürlichen Lüftung der drei Gebäudeflügel im Sommer: Über die Fassade erfolgt in den Nachtstunden die freie Lüftung und Kühlung der massiven unverkleideten Stahlbetondecken und Wände als antizyklische Speichermasse.
Gen Norden ausgerichtet und mit einem 200 qm großen Tor versehen, wird auch die Ausstellung im Sommer natürlich belüftet und ohne Klimatisierung genutzt. Große Oberlichter sorgen für eine gute Querlüftung.
Temperaturzonen
Zwiebelprinzip
Natürliche Lüftung und Kühlung
Räume mit größeren Heizlasten im „Zwiebelprinzip" durch Räume mit niedrigen Heizlasten umschlossen
Sonnenstand
Maximierung des natürlichen Tageslichts und Reduzierung der künstlichen Beleuchtung
Durch die Staffelung der Temperaturzonen können gegenüber einer durchgängigen 20° C-Temperierung in den Wintermonaten über 40 % der Energiekosten für den Betrieb des 10.250m3 umfassenden Gebäudevolumens eingespart werden.
Temperierung der Zuluft über Erdkanal
Erwärmung Zuluft Konferenzbereich und Kino durch Wärmetauscher
Abluft über Unterdruck in Nebenräumen Kernbereich
Heizung
Das Museum Lotnictwa wurde 2010 durch den Polish Green Building Council mit dem „Award for the Best Ecological Building in Poland“ ausgezeichnet. Auszug aus der Würdigung:
Die Reduktionsästhetik der Formensprache und der Materialwahl lenkt nicht nur das Augenmerk des Besuchers auf die Ausstellungsobjekte, der minimierte Materialeinsatz ist durch die Reduzierung des Bauaufwandes auch ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll.
Die Wahl von Sichtbeton für Wände und Böden ist in mehrfacher Hinsicht sinnvoll. Er bildet einen neutralen Hintergrund für die Ausstellungsobjekte, sorgt durch große Speichermasse für ein ausgeglichenes Innenraumklima und bedarf keinerlei Maßnahmen der Instandhaltung.
Natürliche Lüftung über die Fassade
Kühlung massiver Bauteile durch natürliche Belüftung in den Nachtstunden
Temperierung der Zuluft über Erdkanal
Kühlung Zuluft Konferenzbereich und Kino durch Wärmetauscher
Lüftung - Winter
Natürliche Lüftung / Kühlung Sommer
Muzeum Lotnictwa Polskiego
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PROJEKT INFORMATION |
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Ort |
Krakau, Polen |
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Bauherr |
Muzeum Lotnictwa Polskiego |
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Jahr |
2010 |
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Status |
Fertiggestellt |
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Programm |
Museum, Besucherzentrum |
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Größe |
4.504 m2, 6,19ha Park |
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Budget |
13.000.000 euro |